Hilfe
Diese Seite konzentriert sich auf konkrete Unterstützung im Umgang mit der Alzheimer-Krankheit. Sie zeigt, an wen man sich wenden kann und ab wann es sinnvoll ist, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Zusätzlich werden praktische Tipps für den Alltag gegeben, wie Memory-Training zur Förderung von Gedächtnis und Sprache sowie Hinweise zum Umgang mit psychischen Veränderungen.
Möglichkeiten zur Hilfe
Bei Alzheimer gibt es verschiedene Anlaufstellen, die Unterstützung bieten. Erste Ansprechpartner sind Hausärztinnen und Hausärzte, die eine Einschätzung geben und an Fachstellen weiterverweisen können. Auch Organisationen wie Alzheimer Österreich bieten Beratung für Betroffene und Angehörige. Zusätzlich stehen Telefonberatungen und Pflegeeinrichtungen zur Verfügung, die im Alltag unterstützen und entlasten können.
Ab wann macht es Sinn?
Es ist sinnvoll, frühzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen – bereits dann, wenn erste Anzeichen wie häufige Vergesslichkeit, Orientierungsschwierigkeiten oder sprachliche Probleme auffallen. Eine frühe Abklärung kann helfen, Klarheit zu schaffen und den weiteren Verlauf besser zu planen. Auch für Angehörige ist es wichtig, rechtzeitig Unterstützung zu suchen, um Überforderung zu vermeiden und gemeinsam Lösungen für den Alltag zu finden.
Memory-Training
Gedächtnis und Konzentration
Bei Alzheimer lässt die Merkfähigkeit nach, besonders das Kurzzeitgedächtnis ist betroffen. Eine einfache Möglichkeit, das Gedächtnis zu unterstützen, ist regelmäßiges Memory-Training. Dabei können kleine Übungen helfen, zum Beispiel das bewusste Wiederholen von Informationen, das Zuordnen von Bildern oder das Spielen von klassischen Memory-Spielen. Auch feste Routinen im Alltag geben Orientierung und erleichtern das Erinnern.
Sprache
Viele Betroffene haben Schwierigkeiten, passende Worte zu finden oder Gesprächen zu folgen. Hier kann es helfen, langsam und klar zu sprechen sowie einfache, kurze Sätze zu verwenden. Wortspiele, gemeinsames Lesen oder das Benennen von Gegenständen im Alltag können die Sprachfähigkeit zusätzlich fördern. Wichtig ist, geduldig zu bleiben und genügend Zeit zum Antworten zu geben.
Psyche und Verhalten
Die Erkrankung führt oft zu Unsicherheit, Angst oder Frustration. Ein strukturierter Tagesablauf, vertraute Umgebungen und ruhige Kommunikation können dabei helfen, Sicherheit zu vermitteln. Positive Aktivitäten wie Musik hören, Spaziergänge oder gemeinsame Gespräche unterstützen das Wohlbefinden. Verständnis und ein respektvoller Umgang sind besonders wichtig, um mit den emotionalen Veränderungen besser umgehen zu können.
Weitere Information
Wenn Sie Fragen zu Alzheimer haben oder Unterstützung benötigen, ist eine ärztliche Abklärung ein wichtiger erster Schritt. Hausärztinnen und Hausärzte können beraten und an Fachstellen weiterverweisen.
Beratung und Informationen für Betroffene und Angehörige bietet Alzheimer Österreich.
Telefon: +43 1 890 34 74
www.alzheimer.at
Allgemeine Gesundheitsinformationen finden Sie bei der Gesundheit Österreich GmbH unter
www.gesundheit.gv.at
Für anonyme Gespräche stehen die TelefonSeelsorge Österreich (142) sowie Rat auf Draht (147) kostenlos zur Verfügung.
Niemand muss mit dem Thema alleine bleiben – Hilfe und Beratung sind jederzeit erreichbar.